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Produkte > Schleifen - Diamant- und CBN-Schleifscheiben > Einleitung

Die Scheibe sollte nun nach der Flanschmontage und dem Auswuchten auf völligen Rund- bzw. Planlauf des Belages abgerichtet werden.


Diamant

Diamantscheiben werden am vorteilhaftesten mit einer „gebremsten“ Siliziumkarbidscheibe abgerichtet. Auf diese Weise wird die Bindung abgeschliffen, bis die Scheibe die gewünschte Form hat. Dazu wird die gebremste Abrichtscheibe ca. 15 Grad schräg zur Diamantscheibe auf die Magnetplatte gespannt. Während des Anfahrens muss die Abrichtscheibe von Hand mitgedreht werden, bis die Diamantscheibe greift und den Antrieb übernimmt. Die Zustellung sollte pro Hub ca. 0.01 bis 0.03 mm betragen und muss so oft wiederholt werden, bis die Diamantscheibe an der ganzen Umfang- bzw. Stirnfläche absolut Rund- bzw. Planlauf aufweist. Danach sind kunststoffgebundene Scheiben direkt verwendbar. Metallgebundene Scheiben müssen jedoch vor einem Einsatz noch mit einem feinkörnigen, weichen Abziehstein geöffnet werden.

Topf- und Tellerscheiben konnen auch auf einer Stahlplatte, welche mit Siliziumkarbid in der Körnung von 80 - 120 micrometer bestreut ist, mit massigem Druck unter kreisender Bewegung von Hand abgerichtet und geöffnet werden. Bei diesem Verfahren ist besonders auf Parallelität des Belages zur Anlagefläche der Scheibe zu achten.


CBN

CBN-Scheiben können auf mehrere Arten abgerichtet werden:

  • Mit „gebremster“ Siliziumkarbidscheibe wie Diamantscheiben (siehe oben).

  • Mit einem Diamant-Aggregat AGD 91 oder AGD 126 unter reichlicher Zufuhr von Kühlmittel. Die Zustellung sollte pro Hub ca. 0.002 mm bis 0.003 mm betragen bei hohem Abrichtvorschub.

  • Mit einer angetriebenen, metallgebundenen Diamantscheibe unter reichlicher Zufuhr von Kühlmittel.

  • Mit einer Stahlplatte in weichem Zustand, z. B. St 37 oder St 50. Stahlplatte auf den Magneten spannen, bei nur geringer Kühlmittelzufuhr und einer Zustellung von 0.02 mm bis 0.03 mm die Scheibe in axialer Richtung über die Stahlplatte ziehen. Diese Methode ist jedoch nur bei kunststoffgebunden Scheiben möglich. Eine auf diese Art abgerichtete Scheibe ist auch bereits geöffnet.


Wurde eine CBN-Scheibe mit einer der drei ersten Methoden abgerichtet, ist ein nachträgliches Öffnen der Bindung unbedingt notwendig. Um sicherzugehen, dass genügend Spanraum vorhanden ist, sollte kontrolliert werden, ob sich die einzelnen Schleifkörner deutlich vom Belag abheben.

Das Öffnen kann durch folgende Arten erreicht werden:

  • Mit einem feinkörnigen, weichen Aluminiumoxid-Abziehstein bei Kühlmittelzufuhr. Wenn keine Kühlung vorhanden, den Abziehstein vorher 5 min in Wasser legen.

  • Mit einem Polybondabziehstein ohne Kühlmittel.

  • Mit weichem Stahl wie links unter dem 4. Punkt beschrieben.

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